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Stadtführungen in Berlin und Brandenburg

Individuelle Stadtführungen nach Maß

Sie möchten Berlin endecken? Individuelle gestaltete Stadtführungen und Kiezspaziergänge. Geführte Ausflüge nach Berlin, Brandenburg und nach „JWD“ (janz weit draußen).

Der Preis variiert durch den benötigten Arbeitsaufwand. Fragen Sie unverbindlich nach. Nutzen Sie einfach dafür das Kontaktformular oder schreiben Sie an Info@Stadtnavigator-Berlin.de.

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Berlin-Marzahn, Windmühle Marzahn

Berlin-Marzahn, Windmühle Marzahn

Stadtspaziergänge in Berlin

Von urban bis beschaulich

Die heutige Stadt Berlin mit seinen Stadtteilen, wie wir sie kennen, gibt es erst seit dem 1. Oktober 1920. Sieben Städte und etliche Landgemeinden und Dörfer wurden über Nacht zu Groß-Berlin verschmolzen. Die mittelalterlichen Städte Spandau und Köpenick, die Barockstadt Charlottenburg, aber auch das größte Dorf Deutschlands und die unzähligen, von romanisch bis modernen Dorfkirchen prägen bis heute das vielseitige Bild der Stadt und seiner Stadtteile.

Die Entdeckung der Stadtteile jenseits der touristischen Trampelpfade von Berlin ist eine Entdeckung Berlins. Ergründen Sie mit dem Stadtnavigator Berlin ein ganz anderes Berlin.

Oft erscheint es als ein Kuriosum Berlins, dass die Stadt eine historische Mitte und ein westliches Stadtzentrum rund um den Bahnhof Zoo besitzt.  Manchmal erscheint es uns so, als ob die westliche Innenstadt um den Kurfürstendamm herum erst aus der Teilung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg herrührt. Dass Berlin und Charlottenburg einst zwei Großstädte mit ihren eigenen Stadtzentren waren, ist kaum bekannt.

Berlin-Charlottenburg, Ernst-Reuter-Platz

Berlin-Charlottenburg, Ernst-Reuter-Platz

Bereits das alte Berlin hatte im heutigen Stadtteil Mitte seine Vororte, die selbst einmal eigene Städte waren – en miniature von heute aus betrachtet. Diese Städte waren sehr unterschiedlich geprägt. Die barocke Friedrichstadt mit ihren schachbrettartig angeordneten Straßenzügen oder auch die erst im 19. Jahrhundert entstandene, klassizistische Friedrich-Wilhelm-Stadt an der Berliner Charité, die Spandauer Vorstadt mit ihrem jüdisch geprägten Scheunenviertel oder auch die Luisenstadt im Süden, wo viele später rennomierte Industrien ihre Anfänge nahmen. Die alten Stadtteile Berlins, aber auch die neuen Stadtteile Groß-Berlins haben ihre Eigenständigkeit bis heute in ihren Nischen bewahren können.

Berlin-Lübars, Tegeler Fließ

Berlin-Lübars, Tegeler Fließ

Als Berlin noch neben Cölln lag

Erst am Ende des 12. Jahrhunderts, wohl um den heutigen Molkenmarkt herum auf drei Spreedünen gegründet, ist Berlin im Vergleich mit anderen deutschen Städten eher eine junge Stadt. Auf dem anderen Spreeufer lag die Schwesterstadt Cölln. Cölln wurde etwas früher urkundlich erwähnt als Berlin. Ob der Gründungen Cöllns und Berlins durch deutsche Kolonisten bereits slawische Ansiedlungen vorausgegangen war, ist bis heute nicht nachgewiesen, aber an der schmalen Spreefurt doch recht wahrscheinlich. Nicht nur durch den Bau der U-Bahnbau der Linie 5 (zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor) finden in der Mitte Berlins umfangreiche archäologische Grabungen statt.

Berlin-Mitte, Denkmal für die verschwundenen Denkmäler

Berlin-Mitte, Denkmal für die verschwundenen Denkmäler

Durch die Zeiten

Die Geschichte Berlins ist eine Geschichte von Einwanderung und Vertreibung. Immer wieder versuchten Kurfürsten, Könige und Kaiser, die Residenzstadt Berlin als prächtige Hauptstadt in Europa erstrahlen zu lassen. Dem Kaiserreich folgten die Weimarer Zeit und der Terror der Nationalsozialisten. In Berlin sind die Spuren nicht nur architektonisch gut sichtbar. Vor allem der menschenverachtende Nationalsozialismus riss Lücken in die Berliner Gesellschaft, die bis heute spürbar sind. Die so genannten „Stolpersteine“ weisen heute manchmal darauf hin.

Berlin-Mitte, Reste der alten Berliner Stadtmauer

Berlin-Mitte, Reste der alten Berliner Stadtmauer

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin von den neu entstandenen Supermächten in deren Hemisphären aufgeteilt: Berlin (Ost) wurde zur Hauptstadt der stalinistischen DDR, Berlin (West) wurde zum Schaufenster der „freien Welt“ ausgebaut. Und dazwischen wurde im August 1961 die Berliner Mauer gebaut.

Als sich die Lage in Berlin beruhigte, wurde in beiden Teilen Berlins modern gebaut. Man wollte nach vorne schauen. Von der deutschen Vergangenheit wollte man nichts mehr wissen. Doch im Schatten der Berliner Mauer entstanden gesellschaftliche Nischen in der Mauerstadt Berlin: Jenseits der neuen Stadtzentren probierte man neue, alternative Lebensweisen aus.  Junge Künstler und Freigeister zog es nicht nur nach Kreuzberg und Prenzlauer Berg.

Berlin-Friedrichshain, Karl-Marx-Allee (ehem. Stalinallee)

Berlin-Friedrichshain, Karl-Marx-Allee (ehem. Stalinallee)

Das neue Berlin

Die Mauer fiel, und über Nacht war ein neues Deutschland erwacht. Wieder einmal erfand sich die Stadt neu, wieder einmal entledigte man sich in Berlin architektonisch, was nicht mehr zeitgemäß erschien. Der Palast der Republik wurde abgerissen. Sterile Einkaufsparadiese wurden im Neuen Berlin aus dem Boden gestampft, die „Kathedralen“ der neuen Zeit.

Und doch haben in Berlin alle Zeiten ihre Spuren hinterlassen. Sie sind das architektonische Gedächtnis der Stadt.

Tauchen sie ein in das Gedächtnis der Stadt – in ihre architektonische und gesellschaftliche Geschichte. Mehr erfährt man durch die Stadt- und Stadtteilführungen mit dem Stadtnavigator Berlin.

Berlin-Kreuzberg, U-Bahnhof Gleisdreieck

Berlin-Kreuzberg, U-Bahnhof Gleisdreieck

Stadtnavigator Berlin.

Mehr als nur Stadtführung.