Aktuell
Stadtnavigator Berlin.
Mehr als nur Stadtführung.

Hacksilber / chopped silver
Autumn / Herbst 2011
From “eternal bondage” and fear to cultural understanding.
Minority religions in a majoritarian society. The offer is addressed to adults and scholars.
Von “ewiger Knechtschaft” und Angst zum interreligiösen Verständnis
Minderheitenreligionen in der Mehrheitsgesellschaft. Das Angebot richtet sich an Schüler und an Erwachsene.
St Mary’s Church (near Alexanderplatz)
- Christian community and cultural exclusion
- Community because of cultural exclusion
- How to read medieval paintings
- Propaganda and exclusion in Christian Art
Die Kirche Sankt Marien am Alexanderplatz
- Christliche Gemeinschaft und Ausgrenzung
- Gemeinschaft durch Ausgrenzung
- Wie liest man ein mittelalterliches Bild?
- Propaganda und Ausgrenzung in der christlichen Kunst
Jewish Court
- An utterly un-Christian way of ostracization
- Diaspora, “Eternal bondage”, diffamation and fear
- Between marginalization and assimilation
Der Jüdenhof
- Der höchst unchristliche Umgang mit der Konkurrenz
- Diaspora, “Ewige Knechtschaft”, Diffamierung und Angst
- Zwischen Ausgrenzung und Assimilation
Omar Ibn-al-Khattab-Mosque (Kreuzberg)
- Belief is part of our personhood like the names
- The End of constraint in religion expression
- Differentiation, assertiveness and public relations
- Communities of faith, their integration projects
Die Omar-Ibn-al-Khattab-Moschee (Kreuzberg)
- Der Glaube, ein Teil der Persönlichkeit wie der Name
- Das Ende der Zurückhaltung
- Religiöse Abgrenzung, Selbstbehauptung und Öffentlichkeitsarbeit
- Projekte der Glaubensgemeinschaften zur Integration

Quadriga
Sommer 2011
Der Industriestandort Reinickendorf
In den 1870/80er Jahren hatte der Berliner S-Bahnring die erste Randwanderung der Berliner Industrie begrenzt. Um 1900 herum kam es zur zweiten Industrieverlegung der Berliner Großbetriebe nach JWD („janz weit draußen“). Sie war nur durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs – insbesondere der Berliner S-Bahn – in die Vororte möglich.
Zwischen 1890 und 1914 kam es zum Annäherungsprozess des späteren Berliner Bezirkes Reinickendorf an den Industriestandort Berlin. Bisher noch unbebaute Gemeindeflächen verwandelten sich in komplexe Industriegebiete. Im Bereich des Maschinenbaus wandelte sich Reinickendorf zu einem der größten Standorte der Rüstungsindustrie im Deutschen Reich.

Borsigtor
Die Führung
Die Industrieführung besichtigt die ehemaligen Industriegebiete der drei großen Rüstungsunternehmen dieser Zeit: Das Borsig-Unternehmen im Ortsteil Tegel, die Waffen- und Munitionsfabriken im Industriegebiet Mirau- und Breitenbachstraße sowie die Argus-Motorenwerke in der Flottenstraße. Auch wenn diese ehemaligen Industriestandorte heute anderweitig genutzt werden, ist dort noch viel mehr aus der Berliner Industriegeschichte zu erkennen, als man glaubt. Die Führung wird zu einer spannenden Entdeckungsreise in die deutsche Vergangenheit.
Dargestellt werden die Arbeitsbedingungen seit der Gründerzeit bis zum Untergang Deutschlands im Nationalsozialismus. Willkür von Vorgesetzten, Strafabteilungen in den Betrieben sowie Kinderarbeit seien als Stichworte genannt, ebenso die Situation der in- und ausländischen Zwangsarbeiter und die Einrichtung von Außenlagern der Konzentrationslager während des Zweiten Weltkrieges. Selbst in der dunkelsten Zeit gab es auch Widerstand. Wer weiß heute noch, dass sich im heutigen Volkspark Schönholz ein großes Zwangsarbeiterlager befand und das bekannte Ausflugs-Restaurant „Alter Fritz“ in dieser Zeit auch als Lager für Frauen und Kinder diente. Das ehemalige Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen in der Flottenstraße ist noch gut zu erkennen.
Und manchmal scheint es fast so, als fingen Orte plötzlich selbst an zu sprechen.

Rathaus Reinickendorf